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Maturbationssucht

Wie du eine Masturbationssucht beendest

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026

Masturbation ist ein normaler Teil des sexuellen Ausdrucks und baut Stress ab. Wie Drogen oder Alkohol kann sie jedoch süchtig machen. Zu wissen, wie du eine Sucht nach Masturbation beendest, hilft dir, ihre Symptome in den Griff zu bekommen und das Verhalten schließlich zu reduzieren.

In diesem Artikel sprechen wir über die Unterschiede zwischen normaler und übermäßiger Masturbation. Außerdem erklären wir, wie du eine Masturbationssucht auf sichere und gesunde Weise beenden kannst.

Normale vs. übermäßige Masturbation 

Viele junge Erwachsene, die in einem normalen Maß masturbieren, tun dies fünf- bis zehnmal pro Woche. Wie oft jemand in einer Woche masturbiert, ist jedoch von Person zu Person verschieden. 

Bei Menschen in ihren Dreißigern und Vierzigern nimmt die Häufigkeit der Masturbation auf zwei- bis dreimal pro Woche ab. Bei manchen Menschen kann Masturbation jedoch zu einer Sucht werden.

Diese Menschen entwickeln insbesondere ein zwanghaftes Verhalten gegenüber der Masturbation. Sie beginnen, Masturbation sozialen Kontakten vorzuziehen, und können nicht aufhören, daran zu denken. Dadurch wird ihr Alltag beeinträchtigt. 

Ab welcher genauen Anzahl von Malen eine Masturbationssucht vorliegt, ist eine subjektive Frage.

Darüber hinaus ist jede Sucht ein krankhafter Zwang. Masturbationssucht bezeichnet daher die fortgesetzte Wiederholung der Masturbation, auch wenn sie sich bereits negativ auf das eigene Leben auswirkt. 

Im Allgemeinen genießen die meisten Menschen Masturbation anfangs in einem gesunden Maß. Wie bei jeder angenehmen Tätigkeit kann es jedoch leicht passieren, dass man häufiger masturbiert. Wenn du so oft masturbierst, dass es deinen Alltag und deine psychische Gesundheit beeinträchtigt, hast du wahrscheinlich eine Masturbationssucht.

Wie du eine Masturbationssucht beendest 

Masturbationssucht lässt sich mit den richtigen Methoden behandeln. So kannst du sie auf sichere und gesunde Weise überwinden:

1. Sprich mit einer therapeutischen Fachkraft. 

Wenn du bereit bist, eine gesunde Beziehung zur Masturbation aufzubauen, oder deine Sucht beenden möchtest, wende dich an eine therapeutische Fachkraft. Alternativ kannst du auch mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt sprechen. Dort kann man dich an eine auf sexuelle Gesundheit spezialisierte psychologische, beratende oder psychiatrische Fachkraft überweisen.

Um eine Sexualtherapeutin oder einen Sexualtherapeuten in deiner Nähe zu finden, kannst du die American Association of Sexuality Educators, Counselors, and Therapists (AASECT) besuchen.

2. Sei ehrlich. 

Masturbation ist stark stigmatisiert. Viele kulturelle, religiöse und spirituelle Traditionen betrachten Masturbation als Sünde oder als eine Form der Unmoral.

Masturbation ist jedoch weder schlecht noch unmoralisch. Sie ist eine normale und gesunde Form sexuellen Ausdrucks. Wenn du dich schuldig, beschämt oder aufgewühlt fühlst, weil du masturbierst, sprich mit deiner therapeutischen Fachkraft darüber. Den Ursachen deiner Schuldgefühle auf den Grund zu gehen, hilft dir, sie zu überwinden. 

3. Nimm dir Zeit. 

Eine Sucht lässt sich nicht über Nacht behandeln. Auch eine Therapie ist keine einmalige Angelegenheit. Ein Termin ist der erste Schritt zur Nüchternheit. Du musst deine therapeutische Fachkraft jedoch über Wochen oder Monate hinweg regelmäßig aufsuchen. 

Mit der Zeit wirst du dich im Gespräch mit deiner therapeutischen Fachkraft wohler fühlen. Das kann dir helfen, offener über dein Verhalten und deine Gefühle zu sprechen.

4. Trage nachts Kleidung. 

Kleidung bildet eine körperliche Barriere zwischen dir und deinen Genitalien. Unterwäsche und Kleidung in der Nacht können daher helfen, das Verhalten zu reduzieren. Selbst wenn du dich berührst, kann eine zusätzliche Kleidungsschicht das Empfinden abschwächen.

5. Sag Nein zu Pornografie. 

Pornografie spielt bei Masturbationssucht eine große Rolle. Sie ist ein psychischer Antrieb für Menschen, die übermäßig masturbieren. Das beeinflusst einen Menschen mental und prägt, wie er sich in der Gesellschaft verhält und denkt. 

Meide daher pornografische Bilder, Videos und Websites so gut du kannst. 

6. Pflege viele soziale Kontakte. 

Kontakte mit anderen Menschen lenken deine Gedanken ab und helfen dir, dich zu konzentrieren. Wenn du deine Masturbationssucht beenden möchtest, solltest du Zeit mit deinen Freundinnen, Freunden und deiner Familie verbringen. Du kannst auch einen Kurs besuchen oder dich in einem Fitnessstudio anmelden, um Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. 

7. Probiere etwas Neues aus.

Ein gesundes Interesse oder Hobby lenkt deine Gedanken ab. Das hilft dir, die Masturbationssucht zu beenden.

Überlege dir, ein neues Hobby aufzunehmen, das eine Alternative zur Masturbation sein kann. Finde Aktivitäten, die dir Freude machen, und bleib dabei. Dazu gehören Sport, Meditation, Achtsamkeit, Yoga, Reisen und Töpfern. 

Du kannst auch anfangen, an deinen persönlichen Zielen zu arbeiten. Schreib sie auf und sag dir selbst, dass du sie erreichen wirst. So richtest du deine Energie auf andere Dinge und denkst weniger ans Masturbieren.

Fazit 

Masturbation ist eine gesunde, normale Aktivität. Bei manchen Menschen kann sie jedoch zu einer Sucht werden, die ihren Alltag beeinträchtigt. 

Wenn das auf dich oder eine dir nahestehende Person zutrifft, lerne, wie du eine Masturbationssucht beenden kannst. Hol dir die Hilfe, die du brauchst, um dich erfüllter zu fühlen und deine sexuelle Gesundheit zu verbessern. 

Mach dir keine Vorwürfe, wenn der Prozess schwierig wird. Denk daran, dass du dich jederzeit an jemanden wenden kannst. Das richtige Unterstützungsnetzwerk, eine Behandlung und eine Nüchternheits-App wie I Am Sober können ebenfalls helfen. 

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