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Erste Schritte
Eine Familie geht bei Sonnenuntergang am Strand spazieren

Deine Familie und Sucht

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026

Wahrscheinlich hast du im Zusammenhang mit der Sucht eines geliebten Menschen und damit, wie dessen Substanzmissbrauch euer Leben verändert hat, viele verschiedene Gefühle erlebt. Sucht ist eine Krankheit, die jedes Mitglied einer Familiebetrifft, nicht nur die Person, die Substanzen konsumiert. Deshalb sollte auch die Familie in die Genesung einbezogen werden. Oft beginnt Genesung, wenn jemand von Menschen umgeben ist, die nicht mit einer Sucht kämpfen und bereit sind, positive Veränderungen zu erleben.

So bringst du Veränderungen in deiner Familie in Gang

1. Informiere dich so umfassend wie möglich – und höre nie auf zu lernen.

Der erste Schritt, um Veränderungen zu unterstützen, besteht darin, so viel wie möglich über Sucht und Genesung zu lernen. Wenn du die biologischen und psychologischen Hintergründe einer Sucht gut verstehst, gewinnst du mehr Vertrauen in dein Wissen. So kannst du Menschen in deinem Umfeld zu Veränderungen ermutigen. Wenn du den geliebten Menschen und die Suchterkrankung besser verstehst, kannst du klarere Grenzen setzen und dir eine bessere Zukunft aufbauen, während du das Beste in den Menschen förderst, die dir wichtig sind.

2. Sprich mit deiner Familie, mit Freunden, bei denen du dich sicher fühlst, oder mit einer vertrauenswürdigen Beratungsfachkraft oder einem Interventionsexperten über das Problem.

Wenn du mit einer Sucht kämpfst, kannst du deiner Familie helfen, dich zu unterstützen, indem du dich ihr oder einer Person anvertraust, der du vertraust. Deine Familie ist sich des Problems wahrscheinlich längst bewusst, und ihr könnt Veränderungen bewirken, wenn ihr euch ihm gemeinsam stellt. Teile, was du gelernt hast, oder hole dir Unterstützung von einer qualifizierten Beratungsfachkraft, die deiner Familie hilft , den Heilungsprozess zu beginnen.

Quelle der Infografik

Als Familienmitglied ist es sinnvoll, eine positive Botschaft vorzubereiten, die du mit dem geliebten Menschen teilen möchtest, der von einer Sucht betroffen ist. Du möchtest dieser Person vermitteln, dass sie dir wichtig ist, dass du ihre Genesung unterstützt und dir wünschst, dass sie eine Behandlung annimmt. Überlege dir am besten im Voraus, wie du mit ihr über die Sucht sprechen kannst. Eine Beratungsfachkraft oder ein professioneller Interventionsexperte kann dir helfen, die richtigen Worte und den passenden Ansatz zu finden.

3. Warte nicht auf den Tiefpunkt.

Im Zusammenhang mit Sucht kennen wir alle den Begriff „Tiefpunkt“. Die Popkultur vermittelt oft, ein Mensch müsse erst im schlimmstmöglichen Szenario ankommen, bevor die Genesung beginnen könne. Das stimmt nicht. Was für eine Person der Tiefpunkt ist, muss für eine andere noch lange nicht der niedrigste Punkt sein. Genesung kann in jeder Phase einer Substanzkonsumstörung beginnen. Tatsächlich ist es besser, sich früher statt später Hilfe zu holen, denn das kann das Leben des Menschen retten, der dir wichtig ist.

4. Nimm Familienberatung und Unterstützung an.

Viele zugelassene Fachkräfte für psychische Gesundheit widmen ihre Arbeit der Unterstützung von Angehörigen suchtkranker Menschen. Eine Beratungsfachkraft kann dir einen sicheren Ort geben, um deinen Gefühlen Luft zu machen, dich durch schwierige Zeiten begleiten und sich für deine eigene Heilung einsetzen. Familienberatung kann helfen, Suchtmuster in der gesamten Familie zu durchbrechen. Gruppen wie Al-Anon und Alateen sind kostenlos und richten sich an Angehörige und Partner von Menschen, die mit Alkoholsucht kämpfen. Sucht ist eine stark isolierende Erkrankung und kann die ganze Familie isolieren – suche deshalb den Kontakt zu anderen.

Quelle der Infografik

5. Suche eine Reha-Behandlung.

Erwarte nicht, dass der geliebte Mensch auf wundersame Weise von seiner Sucht geheilt wird. Süchte entwickeln sich über längere Zeit, und Willenskraft allein reicht nicht aus, um mit dem Konsum von Drogen oder Alkohol aufzuhören. Wie die meisten chronischen Erkrankungen hat auch Sucht eine genetische Komponente; viele Süchte sind tatsächlich körperliche chemische Abhängigkeiten. Eine Reha-Behandlung geht einen Schritt über reine Beratung hinaus. Eine Reha bietet dem geliebten Menschen einen sicheren Ort für die körperliche Entgiftung von Substanzen sowie eine Behandlung rund um die Uhr, um Nebenwirkungen zu versorgen, mögliche Begleiterkrankungen zu untersuchen und eine erste Stabilisierung zu erreichen, die die Nüchternheit in die richtige Richtung lenkt. Genesung erfordert einen Prozess aus Behandlung, Unterstützung und kontinuierlicher Arbeit. Informiere dich über Behandlungsangebote für den geliebten Menschen und frage nach Familienprogrammen, einschließlich Familienberatung. Diese Angebote sollen dringend benötigte Hilfe und Unterstützung bieten – nutze sie also gut. Deine Familie ist es wert.

Von Kathryn Millán, MA, LPC/MHSP

Autorin für The Life Challenge.

L+C ist eine Genesungsinitiative zur Unterstützung von Menschen, die Herausforderungen bewältigt haben oder noch bewältigen werden. Ob deine Herausforderung darin besteht, morgens aus dem Bett zu kommen, wieder Kontakt zu einem geliebten Menschen aufzunehmen oder einem persönlichen Ziel näherzukommen – wir sind für dich da. Wir sind eine positive und motivierende Community. Gemeinsam bauen wir die Hürden des Lebens ab und feiern die Erfolge auf dem Weg.

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