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Viele Menschen nehmen an, dass Heroin beim Schlafen hilft, weil es schläfrig macht. Das ist jedoch nicht der Fall. Menschen, die Heroin konsumieren, fühlen sich möglicherweise lethargisch, können aber keinen erholsamen Schlaf finden. Heroin wirkt sich unter anderem auf folgende Weise auf den Schlaf aus:
Gestörter Schlafzyklus: Heroinkonsum macht es Menschen deutlich schwerer, in den Tiefschlaf zu gelangen. Heroin blockiert den REM-Schlaf vollständig. Das bedeutet, dass sich Körper und Geist nicht erholen können und Betroffene oft nicht träumen können.
Schlafbezogene Atmungsstörungen: Schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schlafapnoe und starkes Schnarchen stehen in engem Zusammenhang mit Opioiden, darunter Heroin. Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung kurzzeitig aus. Unbehandelt kann Schlafapnoe gefährlich sein und sogar Hirnschäden verursachen.
Schlechte Schlafqualität: Da Menschen, die Heroin konsumieren, ständig in einem leichten Schlafzustand bleiben, ist ihre Schlafqualität sehr schlecht. Ihr Schlaf ist weder regenerierend noch erholsam oder stärkend.
Schlaflosigkeit: In einer von der UCLA durchgeführten Studie produzierten Menschen mit Heroinsucht 50 % mehr Neuronen, die Narkolepsie entgegenwirken, als Menschen, die kein Heroin konsumierten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum es Menschen, die Heroin konsumieren, trotz Erschöpfung so schwerfällt, einzuschlafen. Schlaflosigkeit ist eine der häufigsten Nebenwirkungen sowohl des Heroinkonsums als auch des Heroinentzugs.
Es gibt fünf Schlafstadien.
Die Stadien 1–4 gelten als Non-Rapid-Eye-Movement-Schlaf (NREM-Schlaf), während Stadium 5 als Rapid-Eye-Movement-Schlaf (REM-Schlaf) gilt.
Die Stadien 1 und 2 gelten als Leichtschlaf, die Stadien 3 und 4 als Tiefschlaf und Stadium 5 (REM-Schlaf) als tiefer und regenerativer Schlaf.
Heroinkonsum wirkt sich hauptsächlich auf die Stadien 3, 4 und 5 aus.
Bei Heroinkonsum fällt es dem Körper schwer, in den Tiefschlaf zu gleiten. Daher besteht der größte Teil des Schlafs, den Betroffene erleben, aus Leichtschlaf.
Das kann schädlich sein, denn der Tiefschlaf ist die wichtigste Schlafphase. Im Tiefschlaf repariert sich der Körper, baut Muskeln auf und stärkt das Immunsystem.
Menschen, die Heroin konsumieren, machen beim Träumen unterschiedliche Erfahrungen.
Für die meisten ist Träumen eine Seltenheit.
Das liegt daran, dass Heroinkonsum den REM-Schlaf blockiert – die Schlafphase, in der wir träumen. Einige Menschen, die Heroin konsumieren, berichten jedoch von verstörenden Träumen, während sie von der Droge „high“ sind.
Das könnte daran liegen, dass sie sich nahezu ständig in einem leichten Schlafzustand befinden, was für das Gehirn verwirrend sein kann.
Der Entzug von Heroin kann sehr intensiv sein.
Die ersten Tage werden hart!
Schlaflosigkeit gehört zu den häufigsten Symptomen eines Heroinentzugs. Die meisten Menschen, die früher von Heroin abhängig waren, sagen, dass die ersten beiden Tage ihrer Nüchternheit im Hinblick auf den Schlaf am schlimmsten waren. Die Schlafqualität wird in den ersten Monaten wahrscheinlich schlecht sein, auch wenn du vermutlich gelegentlich gut schlafen wirst.
Die Symptome eines Heroinentzugs – einschließlich Schlaflosigkeit – dauern in der Regel 5–7 Tage an. Schlaflosigkeit kann jedoch nach dem akuten Entzug als Teil eines postakuten Entzugssyndroms (PAWS) fortbestehen. Die meisten Menschen, die nach einer Heroinsucht nüchtern geworden sind, bemerkten erst einige Monate nach Beginn ihrer Nüchternheit eine deutliche Verbesserung ihrer Schlafqualität.
In den ersten Monaten wird sich deine Schlafqualität wahrscheinlich ein wenig wie eine Achterbahnfahrt anfühlen. Es kann Tage mit gutem und Tage mit schlechtem Schlaf geben.
Nach etwa zwei Monatenwirst du jedoch wahrscheinlich die meiste Zeit gut schlafen.
Wenn du gerade einen Heroinentzug durchmachst, wirst du in den ersten Monaten deiner Nüchternheit wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, nachts gut zu schlafen. Dieses Entzugssymptom lässt sich zwar nicht vermeiden, aber es gibt Möglichkeiten, es weniger stark ausfallen zu lassen. Die folgenden hilfreichen Tipps können deine Schlafqualität während der Nüchternheit verbessern:
Nach 15 Uhr kein Koffein mehr konsumieren: Koffein ist ein Stimulans. Es sorgt dafür, dass du dich wach und energiegeladen fühlst, und kann stundenlang in deinem Körper bleiben , nachdem du es konsumiert hast. Um eine optimale Schlafqualität zu gewährleisten, solltest du nach 15 Uhr kein Koffein mehr konsumieren. So sollte dein Körper genügend Zeit haben, das Koffein abzubauen, bevor du schlafen gehst. Wenn das deinen Schlaf nicht verbessert, verzichte vollständig auf Koffein.
Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen vermeiden: Das blaue Licht von Fernsehern, Laptops und Mobiltelefonen kann das Einschlafen erschweren. Versuche, mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr auf Bildschirme zu schauen. Du kannst auch eine gelb getönte Brille kaufen, die blaues Licht filtert, und sie in den zwei Stunden vor dem Schlafengehen tragen.
Keine Nickerchen mehr machen: Um gut schlafen zu können, muss dein Körper ausreichend müde sein.
Jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen: Das kann deinem Körper helfen, sich an deinen Tagesablauf zu gewöhnen. Wenn du diese Methode befolgst, wirst du irgendwann jeden Abend zur gleichen Zeit müde, was deine Schlafqualität verbessern kann.
Mit einer Ärztin oder einem Arzt über ein Melatoninpräparat sprechen: Melatonin ist ein in der Zirbeldrüse gebildetes Hormon, das den Schlaf unterstützt. Ein früherer Drogenkonsum kann jedoch dazu führen, dass dein Melatoninspiegel unter dem Durchschnitt liegt. Die Einnahme eines Melatoninpräparats kann deinem Körper helfen, seinen natürlichen zirkadianen Rhythmus wiederherzustellen.
Keinen Alkohol mehr trinken: Alkohol hilft bekanntermaßen dabei, schnell einzuschlafen, steht jedoch auch mit weniger Rapid-Eye-Movement-Schlaf (REM-Schlaf) und nächtlichem Aufwachen in Verbindung. Wenn du besser schlafen möchtest, solltest du keinen Alkohol mehr trinken.
Regelmäßig Sport treiben: Bewegung am Tag hat zahlreiche Vorteile. Einer davon ist, dass du besser schlafen kannst.
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