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Jede Rehaeinrichtung sollte ein Alumni-Programm als Nachsorgeangebot für Patientinnen und Patienten anbieten. Das sollte nicht länger nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit sein, denn das Programm hat sich als hilfreich erwiesen.
Anders als andere Behandlungsprogramme hilft ein Alumni-Programm den Patientinnen und Patienten, ihren Genesungsweg fortzusetzen. Es bietet ihnen die Gemeinschaft und die Freundschaften, die sie brauchen, damit sie sich nach Abschluss ihrer Behandlung nicht allein oder isoliert fühlen.
Ein Alumni-Programm von Grund auf aufzubauen, kann etwas überwältigend wirken, vor allem wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Lies also weiter und erfahre, wie du ein solches Programm für deine Rehaeinrichtung von Grund auf ins Leben rufst.
Als Erstes solltest du für dein Alumni-Programm eine Person finden, die dessen Leitung übernimmt. Viele Alumni-Programme können mit nur einer verantwortlichen Person funktionieren, die mit allen in Kontakt bleibt und Veranstaltungen organisiert. Später ist es jedoch sinnvoll, weitere Mitarbeitende einzubeziehen, damit nicht die gesamte Verantwortung bei dieser einen Person liegt.
Du solltest jemanden auswählen, der in der Rehaeinrichtung noch keine anderen Aufgaben hat. Das Alumni-Programm wird viel Zeit beanspruchen, und die Person sollte ihre Prioritäten nicht zwischen zwei Tätigkeiten aufteilen müssen. Ideal ist außerdem, wenn sie bereits Erfahrung mit Alumni-Programmen oder der Begleitung von Patientinnen und Patienten während ihrer Genesung hat.
Die Alumni-Koordination benötigt bestimmte Hilfsmittel, um ihre Arbeit zu erledigen und alles zu organisieren. Dazu gehören beispielsweise eine Online-Datenbank zur Erfassung der Patientinnen und Patienten, Tools für die Veranstaltungsplanung und ein Budget für das Alumni-Programm.
Das digitale Zeitalter bringt viele Vorteile mit sich, besonders für Alumni-Programme. Dein Programm sollte den Patientinnen und Patienten sowohl Angebote vor Ort als auch Online-Ressourcen bieten. Das ist nicht nur für alle praktisch, sondern erleichtert auch den Zugang für Menschen, die nicht in der Nähe wohnen oder keine Zeit für Aktivitäten vor Ort haben.
Nahezu jeder Aspekt des Alumni-Programms lässt sich sowohl vor Ort als auch online umsetzen. Du kannst beispielsweise Broschüren und Bücher vor Ort bereitstellen und zusätzlich E-Books oder Artikel online anbieten. Veranstaltungen, bei denen sich Patientinnen und Patienten treffen und gemeinsam etwas unternehmen, lassen sich ebenfalls ins Internet übertragen. So kannst du etwa Online-Chat- oder Spielräume einrichten, in denen sie bequem von zu Hause aus miteinander in Kontakt kommen.
Wenn dein Alumni-Programm auch online stattfindet, solltest du außerdem die Social-Media-Kanäle der Rehaeinrichtung regelmäßig pflegen. Sie gehören zu den wichtigsten Möglichkeiten, das Programm bekannt zu machen und mit den Mitgliedern zu kommunizieren.
Wenn das Programm anläuft, ist es außerdem sinnvoll, die Alumni-Mitglieder um Feedback dazu zu bitten, welche Angebote sie sich wünschen.
Zu den wichtigsten Aspekten eines Alumni-Programms gehören die Ressourcen, die du den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stellst. Neben der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und dem sozialen Austausch ist das ein wesentlicher Grund dafür, warum das Alumni-Programm so hilfreich ist.
Besonders hilfreich sind schriftliche Ressourcen, auf die alle Patientinnen und Patienten leicht zugreifen können. Dazu zählen zum Beispiel E-Books, Broschüren, Blogbeiträge, Newsletter und Social-Media-Beiträge. Achte außerdem darauf, dass deine Ressourcen für Menschen mit unterschiedlichen Genesungswegen geeignet sind. Dafür brauchst du möglicherweise verschiedene Kategorien, damit alle die passenden Inhalte für ihren Weg finden können.
Im Mittelpunkt des Alumni-Programms steht der Aufbau einer Genesungsgemeinschaft, in der sich alle einbezogen und unter Gleichgesinnten fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es besonders wichtig, die lokale Gemeinschaft einzubeziehen, das Bewusstsein zu stärken und mehr Teilhabe zu schaffen.
Die Einbindung der lokalen Gemeinschaft hat auch viele praktische Seiten, die für dieses Programm wichtig sind. Du brauchst beispielsweise einen Ort, an dem Veranstaltungen und Aktivitäten mit den Gruppenmitgliedern stattfinden können. Öffentliche Einrichtungen eignen sich dafür gut, da sie häufig kostenlos sind und ausreichend Platz für Zusammenkünfte bieten.
Später kannst du auch Aktivitäten wie ehrenamtliche Einsätze in Suppenküchen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern anbieten. Wenn du früh Kontakte in der lokalen Gemeinschaft knüpfst, schaffst du eine gute Grundlage für den Aufbau deines Alumni-Programms.
Sobald du eine Alumni-Koordination eingestellt und die Grundlagen des Programms geschaffen hast, solltest du es bekannt machen. Wie bei jedem anderen Angebot einer Rehaeinrichtung musst du vermitteln, was das Programm bietet, damit Menschen darauf aufmerksam werden.
Dass du zuerst eine Person für die Alumni-Koordination einstellen solltest, liegt daran, dass genau dies zu ihren Aufgaben gehört. Die meisten Mitglieder gewinnt sie, indem sie einfach mit den Patientinnen und Patienten in Kontakt bleibt, die bereits die regulären Behandlungsprogramme abgeschlossen haben. Bei einem Anruf, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, kann sie das Alumni-Programm und seine Angebote vorstellen.
Die Alumni-Koordination kann sich auch an Patientinnen und Patienten wenden, die noch an ihrem regulären Genesungsprogramm teilnehmen. So können sie anschließend nahtlos in das Alumni-Programm wechseln und ihre Nachsorge fortsetzen.
Ein Alumni-Programm für deine Rehaeinrichtung aufzubauen, ist leichter gesagt als getan, denn es erfordert Zeit und Mühe. Du musst darauf achten, die richtige Person für die Koordination einzustellen und ihr die Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre vielfältigen Aufgaben braucht.
Wie bei den meisten neuen Vorhaben gibt es auch bei einem Alumni-Programm eine Lernkurve, sodass nach dem Aufbau möglicherweise Anpassungen nötig werden. Das ist völlig normal und bietet dir die Möglichkeit, anhand von Rückmeldungen ein Alumni-Programm zu entwickeln, das den Bedürfnissen deiner Patientinnen und Patienten entspricht.
Bist du gerade in der ersten Phase, dein Alumni-Programm für die Genesungsbegleitung aufzubauen? Wenn du unsere Tools ausprobieren möchtest, kannst du jetzt loslegen.
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